Willkommen auf der Homepage der Stiftung "Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur"


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Mit seinen interdisziplinären Publikationen und intellektuellen Beiträgen wirkt er seit Jahrzehnten in Wissenschaft und Gesellschaft: Prof. Dr. Herfried Münkler ist der Inhaber der "Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur" im Jahr 2018. Der Berliner Professor für Politikwissenschaft, der den Lehrstuhl für Theorie der Politik an der Humboldt-Universität zu Berlin innehat, gehört zu den renommiertesten Wissenschaftlern seines Fachs in Deutschland. Einige seiner zahlreichen Veröffentlichungen wie "Die Deutschen und ihre Mythen" (2009), ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, oder "Der große Krieg. Die Welt 1914 bis 1918" (2013), für das er den Friedrich-Schiedel-Literaturpreis erhielt, gelten nicht nur als Standardwerke in der Wissenschaft, sondern erreichen auch ein breites Publikum. ... 

In seiner Veranstaltungsreihe im Sommersemester 2018 auf dem Gutenberg-Campus wird Herfried Münkler eine Brücke von der Politikwissenschaft über die politische Philosophie hin zur Geschichtswissenschaft schlagen. Unter dem Titel "Das politische Denken. Politische Ideengeschichte und die großen Herausforderungen unserer Gegenwart in zehn Erkundungsschritten" sollen zentrale Themen und Stationen des Nachdenkens und Vordenkens über das Politische beschrieben werden – keineswegs nur in historischer Absicht, sondern auch mit dem Ziel, daraus Fingerzeige und Hinweise für den Umgang mit gegenwärtigen Herausforderungen zu gewinnen. Gemeinsam mit renommierten Gästen wird sich Herfried Münkler mit Fragen nach dem Staat und seiner Räson, Imperien und ihrem Anspruch auf Weltherrschaft, nach Tyrannis und Diktatur, Krieg und neuen Kriegen und nicht zuletzt nach der ordnungsstiftenden Kraft der Verfassung auseinandersetzen. ... 

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Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, geb. 1953 in Saarbrücken, hat einen Lehrstuhl für Künstliche Intelligenz (KI) an der Universität des Saarlandes inne und leitet als Vorsitzender der Geschäftsführung mit dem 1988 gegründeten Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz die weltweit größte Forschungseinrichtung auf diesem Gebiet mit über 800 Wissenschaftlern in Saarbrücken, Kaiserslautern, Bremen und Berlin. National und international wirkt der Professor für Informatik seit seiner Berufung 1982 nach Saarbrücken sowohl in der Wissenschaft als auch in Wirtschaft und Gesellschaft. Für seine Forschungsarbeiten zur Künstlichen Intelligenz wurde er vielfach ausgezeichnet ... 

Digitalisierung mit Verstand: Entwicklungen, Erfolge und Risiken von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz stehen im Mittelpunkt der Stiftungsprofessur. In seiner Vorlesungsreihe wird sich Wolfgang Wahlster im Sommersemester 2017 gemeinsam mit seinen Gästen mit zahlreichen Aspekten wie dem Internet der Dinge und Dienste, Industrie 4.0 und mit menschlicher und künstlicher Intelligenz auseinandersetzen. Der Erfolg von Technologien der Künstlichen Intelligenz wirft nach Ansicht von Wolfgang Wahlster eine Vielzahl ethischer, philosophischer, juristischer und sozialer Fragen auf, die frühzeitig in unserer Gesellschaft diskutiert werden müssen, um das Gefühl eines Kontrollverlustes und damit Akzeptanzprobleme zu vermeiden. ... 
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Prof. Dr. Onur Güntürkün, Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessor 2016, zählt zu den international führenden Wegbereitern der biologisch fundierten Psychologie. In seiner Forschung versucht der Bochumer Biopsychologe zu verstehen, wie das Denken bei Menschen und anderen Tieren im Gehirn entsteht. Als ausgezeichneter Forscher und Wissenschaftsvermittler konnte er die etablierte Sichtweise, wonach die Evolution des Denkens einem stufenweisen Aufstieg erfolgt, u.a. durch seine Arbeit mit Vögeln fundamental verändern. Mit Methoden sowohl der Neurowissenschaft als auch der Experimentellen Psychologie schlägt er eine Brücke von der zellulären Ebene bis hin zum Verhalten. ... 

Was sind die neuralen Grundlagen des Denkens? Was passiert beim Lernen? Habe ich das Erinnerte überhaupt erlebt? In seiner Vorlesungsreihe im Sommersemester 2016 möchte Onur Güntürkün aufzeigen, wie das Denken im Gehirn entsteht. - Das klassische Bild von uns selbst war ein dualistisches: was den Menschen zum Menschen machte war seine Seele und nicht sein Körper. Mittlerweile gehen die meisten Wissenschaftler davon aus, dass auch das Mentale ein Ergebnis biologischer Mechanismen ist: wir sind somit unser Gehirn. Doch dadurch ergeben sich eine Fülle neuer und komplexer Fragen, die Gegenstand der Forschungen sowohl der Psychologie als auch der Neurowissenschaft und somit der diese beiden bündelnden Biologischen Psychologie sind. Sie stellt Fragen zu den neuralen Grundlagen des Denkens, die in der Vorlesungsreihe diskutiert werden. ...